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Menschen entzünden eine Kerze
Jemand macht eine Notiz
Drei junge Frauen

StuGo goes on

Monatlicher Gottesdienst der Theologiestudierenden in St. Michael donnerstags um 19.00 Uhr

Ein geistliches und liturgisches Projekt des Priesterseminars, das stets von der Hausgemeinschaft des Seminars getragen, gestaltet und verantwortet wurde, hat mich von Anfang an angezogen und begeistert. Seit 2016 feiere ich als Mentorin den monatlichen Studierendengottesdienst (StuGo ) wenn irgend möglich mit. Erstaunt und erfreut von der Menge der jungen Menschen, die kamen und beteten und sangen, kam und komme ich einfach gerne. Ich nehme selbst viel Schwung und Heiligen Geist mit. Einen großen Anteil daran hatte die lebendige StuGo-Band.

Nun stand diese Einladung auf der Kippe. Wie geht es weiter, wenn die Seminaristen in München studieren und das Haus im Semester leer ist? Eigentlich war es nur die Frage der Hauptamtlichen. Die Studierenden, besonders die Mitglieder der StuGo-Band, waren sich einig: Der StuGo darf nicht sterben! Wir wollen zusammen Gottesdienst feiern. Wir wollen musizieren. Wir wollen uns im Bierkeller bei gutem Essen und Getränken treffen und über Gott und die Welt reden. 
Selbst Corona hat diesen Wunsch nicht vernichtet. 

Das StuGo-Band-Team war schnell bereit auch einen Großteil der äußeren Organisation mitzudenken, selbst zu übernehmen und Mitwirkende zu suchen. Gemeinsam überlegten wir, wie die Coronaregeln beim Gottesdienst und im Bierkeller eingehalten werden können. Ein eigener QR-Code zum Anmelden war nur eines der zahlreichen Elemente, die kreiert wurden. Es entstand ein neues buntes Plakat. Eine eigene StuGo-Mailadresse vereinfachte die Kommunikation. Die Wunschzelebranten wurden überlegt und dann von mir angefragt. Statt der vertrauten Seminarskapelle wurde wegen der Pandemie St. Michael zum Gottesdienstort. Im Bierkeller gab es unter Corona erst eine Pause, dann nur Getränke und später endlich wieder einen Imbiss. Die Verantwortlichen für Räume und Schlüssel im Ausbildungszentrum & Priesterseminar waren dabei einfach unkompliziert und stets hilfreich. Das trug zu einer entspannten Stimmung im Vorfeld viel bei.

Inhaltlich arbeiteten wir mit einer Videokonferenz am Bibeltext des Tages. Der jeweilige Zelebrant wurde dazugeschaltet und bekam so die Energie, die Ideen und die Freude der Studierenden mit. Ein Leitgedanke entstand und einige kreative Aktionen für den Gottesdienst. 
Von „Leidenschaft“ und „Vertrauen in unsicheren Zeiten“ über „learning has no limits“ bis „open air - open mind“ reichten die Anliegen, geboren aus den Bibeltexten und den Fragen unseres Lebens. Post-its, Seifenblasen oder Teelichter gaben allen Feiernden die Gelegenheit sich selbst einzubringen. Für den Dienst der Ministrant:inn:en und für die Bibellesung wurden Studierende vorab gefunden. 
Die StuGo-Band setzte beim Gottesdienst vor dem Sommerfest des Priesterseminars noch ein highlight. Gemeinsam mit dem ökumenischen Studierendenposaunenchor der esg und khg begleiteten sie den Gesang. Das Suchen der passenden Noten, die Musikproben vorab und der Mut zum Miteinander haben sich wirklich gelohnt. Es war eine festliche Stunde.

Sicher hat sich der Eine oder die Andere über den neuen Stil im StuGo auch gewundert oder sich vielleicht ein wenig schwer getan. 
Das aktuelle Team gibt dem Ganzen eine eigene Note. Sie sind offen. Gerne dürfen Interessierte mitdenken und sich einbringen. Nicht nur in der Band sind jederzeit Musiker und Sängerinnen willkommen. Auch bei den Bibelgesprächen kann mitgedacht werden. Die Einladung wird ausdrücklich nach jedem StuGo ausgesprochen. Spätestens im Bierkeller kann all das gemeinsam reflektiert werden. 
So hoffe ich, dass es so bleibt: „StuGo goes on“. 

Gabriele Saft, Mentorin im ZThPR und Personalseelsorge im RGL